UTAT – ein großes, langes Abenteuer!

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Wer gegen Ende der Sommersaison schon jetzt ein Highlight sucht, wird im Norden Afrikas fündig.
Die siebte Auflage des UTAT ist Sport, Wettkampf, Abenteuer und Trail-Wahnsinn in einem.
Die Anmeldung ist eröffnet. Unsere Mitarbeiterin Julia Böttger war bereits dabei und wusste zu berichten:

UTAT: MAROKKO DIE ERSTE!

NICHT NUR TRAIL-MITARBEITER THOMAS BOHNE WAR IN MAROKKO ERFOLGREICH. AUCH JULIA BÖTTGER ZEIGTE: JE WILDER DIE STRECKE,
DESTO BESSER IHRE LEISTUNG. BEIM UTAT IM ATLASGEBIRGE DREHTE SIE MÄCHTIG AUF. IHR BERICHT.

Es hat mich erwischt, ich bin verzaubert! Der UTAT, das Märchen von 1001 Nacht für Trail-Runner. Im Grunde genommen wird hier eine exotische „Pauschalreise“ mit einem Abenteuerlauf kombiniert. Hier ist alles noch ursprünglich: die Landschaft, die Menschen, der Trail! Alle sind freundlich, äußerst bemüht und bringt man die nötige Ruhe mit – INSHALLAH –, dann klappt auch irgendwann alles.

Nach zwei Tagen im quirligen Marrakesch mit seinen Souks, tausenden von Gerüchen, Geräuschen und Eindrücken bringt uns der Shuttlebus in die Einsamkeit des Atlas-Gebirges. Auf 2.500 m wurde für uns eine kleine Zeltstadt im Skiort Oukaïmeden errichtet; sogar das Essens-Zelt wurde so hergerichtet, als würde eine Hochzeitsgesellschaft erwartet und nicht 500 verrückte Trail-Runner. Nach zwei schlaflosen Nächten (weil bitterkalt), mehreren Erkundungstouren zum Akklimatisieren und vielen netten Gesprächen, werden wir morgens um 6 Uhr auf den Weg geschickt – genau rechtzeitig, um auf dem ersten Berg den Sonnenaufgang zu erleben! Was für Farben! Die Berge leuchten, die Wege und Trails sind herrlich zum laufen. Jeder einzelne Abschnitt ist sehr abwechslungsreich. Immer wieder durchqueren wir kleine Bergdörfer. Kinder verkaufen Cola und Wasser. Die Verpflegungsstellen jedoch sind recht weit auseinander; manche sind gut bestückt, andere eigentlich gar nicht.
Am höchsten Punkt dem Tizi n`Tarharate (3.700 m), da wo die Luft dünn wird, fragt mich ein Engländer, ob ich irgendwas mit Zucker für ihn hätte. Ja klar, sonst werden die 2000 Hm des technischen Downhills auch eher mühsam. Spätestens hier verflucht man dann irgendwann die vielen Steine, die überall so herumliegen und einem das Läuferleben erschweren.
Für den letzten Anstieg kommt dann die Stirnlampe wieder zum Einsatz – auch in der Nacht ist der Weg perfekt markiert – und man fragt sich wie so oft: Wo ist das Ziel? 5 Kilometer müssen in Marokko länger sein. Nein, man kann das Ziel nicht sehen. Erst wenn man die letzte Bergkuppe überwunden hat, dann leuchtet einem die kleine Zeltstadt entgegen und man fliegt die letzten paar Meter hinunter ins Ziel! Genial! Alle freuen sich. Jeder wird als großer Finisher empfangen.
Danach eine heiße Dusche, leckeres Essen, aber an Schlaf ist auch in der verbleibenden Nacht nicht zu denken. Kurz spiele ich mit dem Gedanken, am nächsten Tag die 26 km mitzulaufen – als Tourist, einfach die Landschaft genießen –, aber ein gemütlicher Spaziergang tut es auch.
Die wohlverdiente Krönung ist dann der Besuch im Hamam am nächsten Tag in Marrakesch, bevor es dann leider wieder nach Hause geht.

www.atlas-trail.com

Infobox
Datum:
29.September bis 03. Oktober 2015

Flug:
Je nach Abflugort und Buchungszeitpunkt variieren die Flugpreise zwischen 50,00 – 250,00 EUR für einen Direktflug nach Marrakesch (Flugzeit 3:50 h) zum Beispiel mit Easyjet, Germanwings, Ryanair, Lufthansa oder Royal Air Maroc.

Übernachtung:
1. Zeltstadt (in der Anmeldegebühr enthalten) mit 4 Personenzelt, Matratze, Benutzung der Sanitäranlagen im Refugio
2. Refugio des Club Alpin Francais (Mehrbettzimmer, ca. 20 EUR pro Nacht)
3. Pension Chez Juju, www.hotelchezjuju.com

Startort:
Oukaïmeden (Hauptskiort in Marokko auf 2.500 m)

Trail-Strecken:
105 km/6.500 Hm
42 km /2.600 Hm
26 km /1.400 HM
Challenge: 42 km + 26 km

Verpflegung:
Frühstück und Abendessen sind inklusive (marokkanisches Buffet); Mittagessen gegen Zahlung im Camp oder in den 3-4 Restaurants; kein Supermarkt vor Ort!

Marrakesch
Die Stadt Marrakesch sollte man sich im Anschluss nicht entgehen lassen! Besichtigung vom Stadtteil Medina, die Souks, ein Besuch im Hamam (sehr angenehm nach den Anstrengungen der vorangegangen Tage).
Günstige Übernachtungen bis hin zum Luxushotel sind jede Menge vor Ort.
www.marrakesch.com

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