Interview-Serie 1/4: Consti und sein UTMB

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Interview mit Constantin Pade / Team Dynafit
UTMB Finisher
31 Stunden 17 Minuten, Platz 135 gesamt


Es war deine Premiere und vermutlich sogar die längste Distanz die du je zu Fuß gelaufen bist. Wie war es? Wie erging es dir?

Wenn man in Chamonix zusammen mit 2300 anderen Läufern beim UTMB startet und von unzähligen Zuschauern angefeuert wird, läuft es jedem kalt den Rücken hinunter und ich war noch nie so motiviert ein Rennen zu laufen. Trotzdem habe ich versucht mir keine Gedanken zu machen über die Strecke, die vor mir liegt… 170 Km zu laufen ist ziemlich unvorstellbar. Also habe ich versucht den Kopf auszuschalten und einfach zu laufen.
Bisher waren 100 Km meine längste Strecke und diese Saison war der längste Lauf “nur” 68 Km.


Was ist dir gut gelungen? Was hat nicht geklappt was du dir vorgenommen hattest?

Mein Ziel war es den UTMB zu finishen. Das habe ich geschafft und bin sehr zufrieden darüber. Mental war ich auch sehr gut drauf, habe jede Verpflegungsstation als kleines Zwischenziel gesehen und ausreichend Pausen gemacht.
Leider hatte ich trotzdem relativ früh im Rennen, beim Km 50, Magenprobleme und musste mich übergeben. Bei Km 77 war ich kurz davor das Rennen abzubrechen und habe in Courmayeur 2 Stunde Pause gemacht und geschlafen. Danach ging es wieder aufwärts, ich konnte viele Plätze gut machen und ab Km 100 wieder mehr essen.

Es wird oft darüber gesprochen, wie schwer oder laufbar ein Trailrennen ist. Wie stufst du den UTMB nun ein?

Normal mag ich technisch anspruchsvolles Gelände sehr gerne, bei 170Km wünscht man sich aber auch mal einen Forstweg, auf dem man leicht und schnell Kilometer abspulen kann.
Der UTMB war landschaftlich schön und abwechslungsreich zu laufen. Sehr wenig Asphalt, viele schöne Trails und zwischendurch auch mal etwas technischeres Gelände. Für mich war kein Abschnitt dabei, der mir nicht gefallen hat.

Wie sehr reizt es dich nun zurückzukehren, die 30 Stunden zu knacken und unter die TOP 50 zu laufen?

Mein Ziel und Traum war es den UTMB einmal zu laufen und zu finishen. Zeit und Platzierung waren sehr nebensächlich. Deshalb wird der UTMB ein einmaliges Erlebnis gewesen sein. Vielleicht fahre ich als Supporter wieder nach Chamonix. Ich weiß einige Kandidaten, bei denen der UTMB noch auf der To-Do-Liste steht und ich habe selbst erfahren, dass es sehr wichtig und motivierend ist, wenn man einen guten Supporter auf der Strecke hat.

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