Heisses Wochenende: Transvulcania und WM im Ultratrail

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Zu unserem Highlight, dem 4. Lichtenstein Trail und der 1. Inoffiziellen DM im Trailmarathon, verlieren wir noch viele Worte in der übernächsten Ausgabe von TRAIL, aber an diesem Wochenende waren auch zwei richtig grosse Veranstaltungen auf internationaler Ebene – die Transvulcania und die WM im Ultratrail in Spanien beim Penyagolosa Trail.

Zunächst einmal: Dass an dem ein und dem selben Wochenende eine Weltmeisterschaft und die Transvulcania stattfindet zeigt nur zu gut wie sich momentan zwei Interessen gegenüber stehen. Die ITRA, der Leichtathletikverband und die ISF, der internationale Skyrunning Verband. Einige Athleten mussten sich also schlicht entscheiden was ihnen wichtiger ist. Sicher nicht einfach. Beispielsweise für einen wie Luis Alberto Hernando, der mehrfach die Transvulcania gewann und prägte und auch eben jenen WM-Titel zu verteidigen hatte. Er entschied sich für die WM und liess der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Er wurde erneut Weltmeister nach 8:38:35 auf einer schweren 4900 hm und 85 km langen Strecke. Unglaublich.
Aus deutscher Sicht genau so unfassbar die Leistung von Janosch Kowalczyk, der nach dem 11. Rang im Vorjahr auf Position 10 einlief. TOP TEN für Janosch im Feld der besten Ultratrailläufer der Welt. Gratulation.
Mit 41 noch immer stark ist Matthias Dippacher. Er spielte seine Routine aus, blieb ruhig und rollte gegen Ende noch einiges auf. „Dippi“ belegte einen tollen 31. Rang. Man muss dieses Resultat einfach sehr hoch einschätzen.
Markus Mingo aus dem Bayerwald wurde guter 44. Benni Bublak war mit Platz 66 enttäuscht. Er hatte sich mehr erhofft.
Jojo Klein, dem wir eine vordere Platzierung zutrauten, schied leider aus. Wir versuchen die genauen Gründen noch heraus zu bekommen.

Bei den Damen ging der Sieg an eine die sich im Training die Höhenmeter hart erlaufen muss. Die Niederländerin Ranga Debats blieb in 9:55:00 unter der 10 Stunden Marke und wurde vor Laie Canes aus Spanien Weltmeisterin im Ultratrail.
Unsere Trail Magazin Mitarbeiterin Eva Sperger zeigte ihre ganze Klasse und bestätigte ihre Form. Platz 17 inmitten der Weltelite.
Es gibt in Deutschland keine bessere Läuferin auf langen und schweren Strecken. Gratulation!
Platz 47 für Gitti Stork und Platz 49 für Simone Philipp – solide Leistungen, wenngleich natürlich weit entfernt von der Zeit der Siegerin.

Also fand quasi parallel eine Transvulcania statt bei der einige Spitzenläufer fehlten. Und dennoch siegte mit Ida Nilsson aus Schweden die Vorjahresgewinnerin, die bei der WM vermutlich auch ganz vorne hätte landen können.
Bei den Herren jubelte Pere Aurell Bove in 7:34:34, relativ weit hinter dem Streckenrekord von Miguel Heras (6:52:39).
Richtig stark der erste Transvulcania Auftritt des Ruhpoldingers Hannes Namberger, der auf Rang 8 landete und den Inselritt in nur 7:53:01 beendete. Der B-Kader Skifahrer aus dem Team Dynafit überraschte damit doch so einige und ist nach Stephan Hugenschmidt der zweite Deutsche die es in die Top Ten schafften.
Ein Ausrufezeichen setzte auch Berglauflegende Marco de Gasperi bei seinem ersten langen Ultratrail. Der Italiener wurde Vierter.

Resultate:
http://transvulcania.info/results-ultramarathon/?lang=en

https://penyagolosa.livetrail.net/

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