Corona, der Trail, wir alle und noch mehr.

1552 0

Corona, der Trail, wir alle und noch mehr.

Liebe Freunde, liebe Leser,

es sind ungewohnte Tage. Ich kannte das nicht. Ein ganz neues Gefühl. Kein gutes Gefühl.
Man weiss nicht was da kommt, man weiss nicht wie schlimm es ist und wird und man muss sich auf sehr viele Informationen einlassen, sie irgendwie annehmen und für sich sortieren und verarbeiten. Das macht in gewisser Weise Stress. Gut, wenn man da Menschen um sich hat, die einem gut tun.
Es wird alles gut. Da bin ich mir sicher. Aber, es wird vielleicht länger dauern als uns allen lieb ist.
Ein Marathon oder ein Ultra.

Wettkämpfe werden gerade abgesagt. Unser Kollege Arend schreibt die Trainingspläne um. Macht Sinn. Es ist nicht schlimm, dass ihr dieser Rennen nicht laufen könnt. Es ist schade. Absolut. Das schöne an unserem Sport ist: man kann auch ohne Startnummer laufen, Spaß dabei haben und sogar Herausforderungen finden. Vielleicht wird diese Krise sogar zeigen, dass Trailrunning ein Potential abseits der klassischen Rennen hat. Wir wussten da ja eh schon.

Ich finde es geht jetzt um Solidarität. Zunächst gesamtgesellschaftlich und im weiteren unbedingt auch in unserem Lauf- und Trailsport. Das schöne an unserer großen Gemeinschaft ist ja schon immer, dass ganz unterschiedliche Menschen auf so einem Trail herumrennen, sich darüber kennenlernen. Da rennt der Vorstandsvorsitzende neben dem Handwerker, mit der Studentin, einer Rechtsanwältin, hinter dem LKW-Fahrer und dem Friseur.

Die Startgebühren sind überwiesen und jetzt sagen die das Ding ab. Das machen die nicht gerne. Da wurde viel überlegt und lange diskutiert. Da wurde übrigens schon viel vorbereitet. Da hat ein Veranstalter Geld in die Homepage investiert und das Geld vom Sponsor vielleicht noch nicht bekommen. Ihr solltet überlegen, ob ihr darauf pocht, dass das Startgeld nun auf euer Konto zurückwandert oder eben nicht, denn eines ist klar: nicht jede Veranstaltung überlebt das. Wer also heute dem Veranstalter das Geld lässt und nicht damit hadert, dass er nicht starten kann, der sichert der Veranstaltung damit vielleicht eine Zukunft und damit die Chance, dass er zwar 2020 nicht mitläuft, aber dafür 2021. Ich behaupte nicht, dass das bei jeder Art von Veranstaltung so sein muss, aber es macht zumindest Sinn genau darüber nachzudenken.

Jeder einzelne von uns wird in dieser Zeit, in diesen Wochen und Monaten, seine eigenen Probleme haben. Die einen sind von den Umständen mehr betroffen, andere eventuell weniger. Kleine Firmen, Selbstständige und Einzelunternehmen können vielleicht, trotz Hilfen vom Staat, ihre Geschäfte nicht aufrechterhalten. Unterstützungen kommen vielleicht zu zeitverzögert. Wir müssen uns überlegen, wer in unserer Mitte rasche Hilfe benötigt, wer Solidarität benötigt.

Trailrunning ist ganz bestimmt nicht das Wichtigste und vielleicht auch keine Sache über die man jetzt ausschweifend reden müsste, aber es ist nunmal unser Sport, Hobby und wie wir wissen, auch viel mehr. Ich denke, dass diese Rumrennerei im Wald uns ziemlich gut über solche nicht ganz einfache Zeiten helfen wird. Es erdet uns. Es gibt uns Raum klare Gedanken zu fassen. Das ist wichtig.

Liebe Freunde, lasst uns ein wenig zusammenrücken, an Tagen an denen wir eigentlich mehr Abstand halten sollten.

Euer Denis und das TRAIL Team

Keine Kommentare on "Corona, der Trail, wir alle und noch mehr."

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.